Videokonferenzen an Schulen

Ganz besonders in Zeiten der Pandemie und Corona haben Videokonferenzen an Schulen einen wichtigen Platz in der Gesellschaft eingenommen. Damit können die Kinder, bzw. Schüler zum Beispiel direkt ihre Fragen an die Lehrpersonen stellen. Andererseits ist eine direkte Kommunikation über einen ausgewählten Kanal seitens Lehrer und Schüler damit möglich. Das Ziel ist es, damit unter anderem auch die räumliche Distanz zu überbrücken – wie beispielsweise in Zeiten eines Lockdowns. Lehrer und Schüler, welche diese technischen Möglichkeiten nutzen können auch neue Lernwelten damit erschliessen. Gleichzeitig ist es dem Lehrpersonal und den Kindern damit möglich, ihre Medienkompetenz entsprechend weiterzuentwickeln. Bei Videokonferenzen und Schulen werden mitunter auch wichtige Erfahrungen gesammelt. Trotzdem sollte dabei auch der Datenschutz nicht zu kurz kommen.

Der Umgang mit den Medien

Nicht nur in Zeiten von Corona und während eines Lockdowns, sondern auch bei Schülern mit einem längeren Krankenhausaufenthalt können Videokonferenzen zwischen Lehrern und Schülern sinnvoll sein. Nun stellt sich für viele Schulen aber die Frage, welche Tools dafür am besten Verwendung finden. Es besteht auch die Frage nach entsprechenden Lehrerkonferenzen, beziehungsweise Zeugniskonferenzen, die online per Videoübertragung stattfinden sollen. Die Plattformen, die der Markt dafür bietet, sind sehr vielfältig.

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Die Beachtung des Datenschutzes

Weil aber bei solchen Videokonferenzen auch personenbezogene Daten verarbeitet werden, ist der Datenschutz unbedingt einzuhalten. Es gibt Plattformen, bei denen nur der Gastgeber ein Konto mit einer Anmeldung bereitstellen muss. Alle anderen Teilnehmer der Videokonferenz benötigen kein Konto für die Plattform und die Videokonferenz. Diese erhalten schlichtweg nur eine Einladung per Link dafür. Damit ist eine anonyme Teilnahme möglich. Datenschützer schlagen aber Alarm, wenn es darum geht, wer den Zugang zu einer solchen Plattform nutzt oder nicht. Es geht vielmehr um die Verarbeitung von Bilddaten und Tondaten und die Inhalte. Diese Plattformen erheben auch hintergründige technische Daten, wie zum Beispiel der ungefähre Standort, sowie das Betriebssystem des Geräts. Genauso werden auch Beginn und Ende der Videokonferenz, sowie Datum und Uhrzeit vom Anbieter festgehalten. Jugendliche und Kinder sollten eine besondere Schutzwürdigkeit geniessen, wenn es um Videokonferenzen geht, weil die Daten entsprechend sensibel sind.

Die richtige Plattform finden

Bevor eine Plattform für die Schule für eine Videokonferenz ausgewählt wird, ist daher die Sicherheit der Plattform zu hinterfragen. Manche Plattformen sind nämlich nicht frei von Mechanismen zum Ausspionieren oder entsprechenden Cookies, die das Nutzerverhalten protokollieren. Der Zugang zur einzelnen Videokonferenz sollte sich nach Möglichkeit kontrollieren lassen. Genauso sinnvoll ist es auch, wenn sich die Datenerhebung durch den Nutzer individuell auf der Plattform regulieren lässt. Es sollte möglich sein, die Cookies zu blockieren, ohne dass es zu erheblichen Funktionseinschränkungen kommt. Auf jeden Fall sollte eine Ende zu Ende Verschlüsselung ausgewählt werden.