China & die Zensur

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China hat die Zensur in der Zeit der Coronakrise sogar noch verstärkt, Verhöre bei der Polizei sind an der Tagesordnung. Ausländische Kritiker werden von der Staatsführung attackiert. Die Kontrolle hat auch im chinesischen Internet stark angezogen, nie zuvor war die Zensur so streng, wie jetzt. Überwachung und Kontrolle haben in China nämlich einen sehr hohen Kurs. Anrufe von der Polizei sind keine Seltenheit, wenn beispielsweise ein Post getätigt wird, der nicht der Linie der Partei entspricht.

China zeigt sich stark

Nach aussen zeigt sich China stark, allem voran steht die chinesische Propaganda. Ein erstklassiges Krisenmanagement wird dargestellt. Auch die Führung von China steht unter Druck. China will vor allem im Ausland als besonders stark wahrgenommen werden.

Bücher und die Grundrechte

Was das Publizieren in China betrifft, so war das noch nie wirklich einfach. Trotzdem gibt es aber Nischen, die es ermöglichen. In den letzten Jahren wurden aber die ideologischen Schrauben immer weiter angezogen. Nicht nur Bücher, sondern auch das Internet ist stark betroffen.

Der Unterschied ist, dass den Bürgern in China kein Grundrecht auf Pressefreiheit und Meinungsfreiheit eingeräumt wird. Das bedeutet, dass ein Journalist aus China sich in seinem Bericht nicht kritisch über die Partei oder die Regierung äussern darf. Genauso ist es auch verboten, über politische Probleme zu sprechen. Deshalb sind die Menschen in China nach wie vor in ihrer Pressefreiheit durch die Zensur stark beeinträchtigt. Es darf also nur veröffentlicht werden, was den Machthabern gefällt. Wer gegen diese Regelungen verstösst, wird verhaftet. Nicht nur Zeitungen, sondern auch andere Medien sind betroffen.

Das angeblich heile Land

Lange war es beinahe unmöglich, das Internet zu zensieren. Es war möglich, fast auf alle Informationen zuzugreifen, ein Internetzugang war dafür ausreichend. Das hat sich bis heute stark geändert. Ganz besonders laut werden weltweite kritische Stimmen, wenn es um sportliche Veranstaltungen in China geht. Auch in diesem Bereich werden die Menschenrechte stark missachtet – das geschieht in China im grossen Stil. Trotzdem wird der Welt ein heiles Land vorgegaukelt.

Nicht umsonst wird China mittlerweile als das Reich der Internetzensur bezeichnet. Wer hätte gedacht, dass Plattformen, wie zum Beispiel Facebook oder Twitter in China überhaupt nicht genutzt werden können? Der Überwachungsapparat von China ist der umfangreichste auf der ganzen Welt. Diese Zensurmaschinerie ist unvergleichlich. Interessant ist, dass Statistiken zufolge das Unternehmen Apple in China mehr als ein Fünftel seiner Gewinne macht. Das Unternehmen, in dem die Daten der chinesischen Nutzer gespeichert werden unterliegt natürlich dem Staat der Volksrepublik China. Ein chinesisches Datenzentrum hat den Schlüssel zum Dekodieren. Apple scheint vieles zu tun, um weiterhin in China handeln und produzieren zu dürfen. Kritiker behaupten sogar, dass Apple die chinesische Zensur proaktiv unterstützt.