Kinderfotos - Mutter-Influencer in Instagram

Es spricht vieles spricht dafür, damit aufzuhören, Babyfotos und Kinderfotos auf Instagram zu posten. Mittlerweile gibt es sehr viele Mütter, die zu regelrechten Mutter-Influencern in Instagram mutiert sind, weil sie dafür Kinderfotos verwenden und entsprechend den Alltag dokumentieren.

Was aber bedeutet es für den Datenschutz des Kindes?

Grundsätzlich verletzten sehr viele Eltern die Grundrechte ihrer Kinder damit. Auch wenn es die neue Welle der Influencer willkommen heisst, dass sich auch Mütter auf Instagram mit Kinderfotos rühmen und damit unter anderem Geld machen, so gibt es doch immer noch die Grundrechte der Kinder in Bezug auf den eigenen Datenschutz.

Jedes Kind hat laut der UN Kinderrechtskonvention das Recht auf Privatsphäre. Das wird von vielen Eltern allerdings missachtet. Besonders Mütter, die als Influencer in Instagram fungieren, missachten diese Vorschrift oftmals. Deshalb landen sogar Fotos von Säuglingen im Internet. Später werden die Kinder damit vielleicht in der Schule konfrontiert. Noch schlimmer sieht es aus, wenn solche Fotos auf Werbepages oder noch schlimmeren Seiten landen. Ob diese Mütter wissen, was sie ihren Kindern damit wirklich antun, sei dahingestellt.

Viele Kinder sind betroffen

Europaweit sind viele Millionen Kinder und auch Jugendliche von dieser Situation betroffen, wenn Fotos von ihnen ungewollt auf Instagram landen. Mittlerweile gibt es einige Kampagnen des Kinderhilfswerkes, die darauf aufmerksam machen. Jedes Kind hat ein Recht auf Privatsphäre. Jede Mutter riskiert eine Persönlichkeitsverletzung, wenn sie unbewusst intime Fotos der Kinder auf Instagram oder woanders postet.

Summer in France with baby
Photo by Dakota Corbin / Unsplash

Die Vermarktung des eigenen Kindes

Weltweit gehen Eltern sogar so weit, dass sie die Fotos ihrer Kinder auf Instagram regelrecht vermarkten. Hier sollte eine gesunde Grenze gezogen werden. Mitunter nützen Pädophile oder Kriminelle die Situation oftmals aus, wenn die Eltern zahlreiche Videos und Fotos ihrer Kinder in den sozialen Medien, ganz besonders auch in Instagram verbreiten. Es gibt andere Möglichkeiten, die Bilder der Kinder zu teilen, wenn es sich zum Beispiel um die engste Familie handelt.

Es gibt einen guten Grund, weshalb Experten dringend davon abraten, Kinderbilder entsprechend auf Instagram oder in anderen sozialen Kanälen zu veröffentlichen. Kinderbilder locken unter anderem nämlich auch Pädophile an. Oft entsteht damit auch Cyber Mobbing. Die Darstellung der Kinder im Internet birgt viele Risiken in sich. Kinder werden auf Instagram von ihren Müttern nicht nur präsentiert, sondern regelrecht inszeniert, um sich zu profilieren. Dies artet aber oftmals sogar in regelrechtem digitalem Narzissmus aus.

Das Problem mit Instagram

Oftmals entsteht das Problem auf Instagram bei den öffentlichen Profilen. Viele Mamas und Mütter haben entsprechende Profile auf Instagram eingerichtet, um als Influencer durchzustarten. Diese Eltern sollten sich aber ganz genau in überlegen, welche Menschen es weltweit gibt, die diese Bilder der Kinder nicht sehen sollten.

Aus Werbegründen geben Mütter in Instagram oftmals bekannt, was genau ihr Kind trägt, um damit quasi Werbung zu machen. Indirekt handelt es sich quasi sogar um Kinderarbeit, denn es geht um nichts anderes, als um die Werbung. Genau darauf haben es diverse Werbeagenturen auch abgesehen, weshalb es Mama Influencer überhaupt gibt.

Die rechtliche Situation

Grundsätzlich dürfen Eltern über die Bilder von ihren Kindern entscheiden, wenn diese ins Internet gestellt werden. Später wird nicht wirklich geklagt. Für kleine Kinder legen die Eltern immer fest, was für sie gut ist und was nicht. Also bestimmen auch die Eltern und vor allem die Mütter, welche Fotos im Netz landen. Später, mit 14 Jahren entwickelt dann das Kind ein Verständnis für das Thema. Dann ist es aber meistens zu spät.