Die Privatsphäre und ein Mama- oder Familienblog

Viele Familien, bzw. Mütter betreiben quasi einen eigenen Blog im Internet für die ganze Familie. Warum muss die ganze Welt wissen, wenn ein Kind einen Anfall in der Pubertät hat oder sich ganz einfach nur weigert, das gekochte Essen zu probieren? Datenschützer schlagen hier nicht umsonst Alarm.


Wie sieht es mit dem Datenschutz und der Privatsphäre aller Beteiligten aus?

Der Schutz des Kindes und die Privatsphäre sollte dabei immer im Vordergrund stehen, wenn es um Informationen oder Fotos, bzw. Videos geht. Für viele stellt sich aber die Frage, wo die Grenzen für die Privatsphäre gezogen werden. Immer noch liegt ein Blog total im Trend, was natürlich auch Familien, Mütter, Väter und die Kinder betrifft. Viele berichten über die Thematik Erziehung, Baby, Schwangerschaft, Familienleben und alles drumherum, was im Alltag der Familie passiert. Auch Fotos und Bilder gehören dazu.

Der Bekanntheitsgrad steigt

Ein Familienblog beginnt meistens als Hobby, es kann aber sein, dass dieser Blog immer bekannter wird. Mit der Zeit ist die Leserschaft relativ gross. Unter anderem führt das zu tausenden Fans und Followern auf Instagram, Facebook und anderen sozialen Kanälen. Mit einem erfolgreichen Familienblog kommt es mitunter gar nicht so selten vor, dass es Angebote zu als Influencer gibt. Das bedeutet, dass der Familienblog von Unternehmen dazu genutzt wird, um ihre Produkte an den Mann zu bringen. Plötzlich sieht dann der Familienblog wie eine Werbeplattform aus, wenn die Kinder mit besonderen Spielzeugen, Kinderwägen, Kleidungsstücken oder Blüten abgelichtet und gezeigt werden.

Der Familienalltag

Sehr viele Mütter, bzw. Familienblogger zeigen, wie sie den Alltag erleben. Die Thematik Freizeitaktivitäten, Rezepte fürs Kochen und Beschäftigungen stehen dabei im Vordergrund. Damit öffnen zahlreiche Blogger aber auch die Türen zum gesamten Familienleben. Hierbei ist besonders auf den Datenschutz und auf die Privatsphäre zu achten. Möchten die Kinder tatsächlich, dass sämtliche Fotos von ihnen im Netz landen, weil die Mutter den Familienblog für wichtig erachtet und die Grenzen überschreitet?

Family Session in Texas Hill Country
Photo by Jessica Rockowitz / Unsplash

Bei einen Familienblog geht es quasi um ein öffentlich einsehbares Tagebuch der gesamten Familie. Solche Webseiten werden meistens von Müttern geführt. Es ist quasi ein Journal, das Thema ist die Familie und der Alltag. In den letzten Jahren entstand deshalb ein hohes Konfliktpotenzial zu Familienblogs. Haben Kinderfotos tatsächlich etwas im Familienblog zu suchen? In welcher Form präsentiert sich die Familie auf dieser Seite?

Mitteilungen an die Welt da draussen

Viele Mütter ziehen gar keine Grenzen und teilen alles über ihre Gewohnheiten, die Kinder und die gesamte Familie an die Welt mit. Sollte wirklich jeder alles wissen können? Heikel wird es dann, wenn der Familienblog immer mehr an Bedeutung gewinnt und es auch mehr Leser gibt.

Später kann es wirklich sein, dass die Kinder solche Posts als sehr peinlich empfinden. Was einmal im Netz ist, kann man nie wieder löschen, nicht wahr? Sollten sich die Kinder später wirklich schämen und sich wünschen, dass es den Familienblog lieber niemals gegeben hätte?